Die Kirche, das bin ich!

Aktualisiert: 6. Nov. 2020

Wir sind der Tempel Gottes! Wir sind der Leib Christus! Und wir haben Verantwortung! Aber was genau bedeutet das, der Leib Christi zu sein? Eine kurze Einleitung in diese beiden Themen findet ihr hier.


Zuerst schauen wir, was die Bibel zu diesem Thema sagt. Dazu gehen wir zu Römer 12,4-8. In diesem heißt es:


"4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,

5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied.

6 Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß.

7 Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er.

8 Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude."


Wie man anhand des Textes gut erkennen kann, so besteht der Leib Christi aus den Gläubigen. Er repräsentiert die Gemeinde und jedes Körperteil hat seine von Gott gegebene Aufgabe. Hier werden acht genannt: Der Prophet, der Amtsträger, der Lehrer, der Ermahner, der Tröster, der Geber, der Leiter, der Barmherzige. Alle von ihnen haben sehr wichtige Aufgaben! Nun möchte ich auf jede einzelne genauer eingehen:


Der Prophet: Hierbei handelt es sich nicht unbedingt um einen, der die Zukunft vorhersagt, sondern man kann ihn auch nur als einen Redner verstehen, der immer in Gottes Wort bleibt und im Geist Gottes die Heilige Schrift auslegt. Also einer, welcher von dem heiligen Geist das Verständnis ans Herz gelegt bekommt und diese auch öffentlich verkündigt.


Der Amtsträger: Hierbei handelt es sich um einen, welcher die Gabe der Hilfeleistung bekommen hat. Welcher ein Händchen für Dinge wie Pflege oder jeder anderen Art der praktischen Hilfe hat.


Der Lehrer: Hierbei handelt es sich um eine ähnliche Begabung, wie sie der Prophet hat. Diese Person legt die Texte im Geist aus, aber anstatt diese zu verkünden, belehrt sie die Gemeindemitglieder. Dafür braucht man ein spezielles Gespür und muss systematisch die Lehre darlegen und verständlich vermitteln können.


Der Ermahner: Hierbei handelt es sich um einen, welcher eine Beobachtungsgabe hat und schnell merkt, wenn etwas nicht mit rechten Dingen vorsichgeht. Sein Gespür ist sehr präzise und er weiß, wie man mit Menschen umgehen kann. Mit geschickten Worten packt er das Problem an der Wurzel und durch Ermahnung reißt er sie aus. Er fordert seine Brüder und Schwestern zum Gehorsam auf. Und weist andere zurecht. Diese Person misst nicht mit zweierlei Maß und prüft sich ebenso stark, wie seine Familie.


Der Tröster: Hierbei handelt es sich um eine Person, dessen Worte so süß wie Honig sind, wenn das Leben grad bitter schmeckt. Er kennt dich und fühlt mit dir mit. Er lässt dich Gottes Liebe spüren, wenn Kälte deinen Geist erfasst hat. Mit Gottes Wort weiß er gut umzugehen und einen Trost für dich zu schenken. Mit Psalmen und Versen bringt er dich auf die Beine. Er verharmlost nicht, aber dennoch schafft er es, dich immer wieder zu bekräftigen.


Der Geber: Hierbei handelt es sich um eine Person, die alles für die Gemeinde geben würde, sei es nun von seinen eigenen Mitteln, sei es seine kostbare Zeit. Seine Einfachheit, Redlichkeit und offenherzige Großzügigkeit lassen die Gemeinschaft keinen Mangel spüren.


Der Leiter: Hierbei handelt es sich um eine Person, welche logistisch sehr begabt ist. Sie weiß, wann was zu tun ist und kennt, ihre Leute. Sie weiß wem sie für welche Aufgabe braucht und setzt sie geschickt ein. Sie kennt die gesamten Mittel und weiß, wie sie zu verwenden sind. Sie wird niemals eigennützig handeln und opfert sich, wenn nötig, auf. Er ist der Steuermann/-frau und begibt sich noch nicht mal im schwersten Sturm unter Deck.


Der Barmherzige: Hierbei handelt es sich um eine Person, welche immer für die Gemeinschaft da ist. Sie nimmt jeden an, der sie um Hilfe bittet. Bei ihr fühlt man sich geborgen. Sie kümmert sich um dich und bei ihr kannst du dir sicher sein, dass sie für dich Zeit hat. Sie fühlt mit und hört aufmerksam zu. Sie hilft mit vollem Herzen!


Alle diese Rolle sind wichtig und müssen füreinander da sein! Vielleicht hast du dich in diesen wiedergefunden. Natürlich hat nicht immer jeder nur eine dieser Gaben, sondern mehrere. Gott gibt jedem die Richtige. Paulus betont immer wieder, wie wichtig die Zusammenarbeit ist! So zum Beispiel in den folgenden Texten:


"16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?

17 Denn ein Brot ist's. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben." 1.Korinther 10:16-17




Denn ein Brot ist's. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben."
1.Korinther 10:17


"12 Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.

13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.

14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.

15 Wenn nun der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib?

16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib?

17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?

18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.

19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?

20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.

21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.

22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns schwächer erscheinen, die nötigsten; 23 und die uns weniger ehrbar erscheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und die wenig ansehnlich sind, haben bei uns besonderes Ansehen;

24 denn was an uns ansehnlich ist, bedarf dessen nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben,

25 auf dass im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder einträchtig füreinander sorgen." 1.Korinther 12:12-25


Es gebe noch viele Weitere von diesen Stellen, aber dazu in einem anderen Blogbeitrag. Wir haben nun den Aspekt des Leibes abgehandelt, nun fehlt uns noch den, des Tempels. Was es damit aufsich hat, erfährst du jetzt!


Paulus schreibt in seinem ersten Brief an die Korinther wie folgt:


"19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. " 1.Korinther 6:19


Was bedeutet das nun und welche Erkenntnis kommt mit dem Wissen über ihn? Wenn wir nun diesen Abschnitt genauer analysieren, dann kann man folgende Aussage treffen:

Wir sind Gottes Tempel, weil der heilige Geist in uns wohnt, denn wir sind teuer erkauft worden. Wenn man nun diese Grundaussagen nocheinmal hinterfragt, was sie denn für uns bedeuten, dann ergibt sich Folgendes:


Wir sind Gottes Tempel: Das bedeutet, dass wir uns auch verhalten sollten. Wir sollen uns mit keiner Form des Götzendienstes verbinden, sondern alles in und aus uns soll Gott und unseren Mitmenschen dienen, und dem Allerhöchsten Ehre erweisen.


Der heilige Geist wohnt in uns: Das bedeutet, dass wir alles böse verabscheuen und Gott mit uns im Bunde steht. Er weist uns den Weg und beratet uns weise. Und ebenso ist er es, der uns die Gaben des Geistes ermöglicht auszuüben.


Wir sind teuer erkauft worden: Das bedeutet, dass Jesus selbst sein Leben für uns gegeben hat. Er hat diesen teuren Preis für uns gezahlt, damit wir mit Gott Frieden haben. In Jesaja 53:5 wird Folgendes über ihn gesagt:


"5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt."


Das gesamte Kapitel handelt davon, dass der Messias für uns den Preis bezahlt. Nur weil Gott selbst das vollbracht hat, konnte er gerecht und gnädig zugleich sein. Aber mehr dazu in "Gott, gnädig und gerecht?".


Zusammengefasst bedeutet es, zum Leib Christi zu gehören, der Gemeinschaft mit den Gaben des Geistes zu dienen. Ebenso muss man Gottes Tempel sein, sich von Bösem fernhalten und ebenso den guten Diest erbringen.


Zu den jeweiligen Themen findest du jeweils einen Beitrag, du kannst auch in einem der Foren mehr dazu nachfragen und mitdiskutieren! Bleib gespannt!

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